It’s Pride Baby!

For the past 50 years, the month of June has been known as Pride Month, a month dedicated to the LGBTQ community. While Pride Month may have gained a reputation for being marked with parades and parties, it has a much deeper and richer past, present, and future.

Seit nun 50 Jahren feiern wir im Juni den Pride Month, der der LGBTQ-Gemeinschaft gewidmet ist. Während dem Pride Month womöglich der Ruf vorauseilt, vor allem aus Paraden und Partys zu bestehen, hat er eine viel tiefere und reichere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Die Geschichte des Pride Months

Der LGBTQ-Pride Month wird im Juni zum Gedenken an die Stonewall-Riots gefeiert, die sich im Juni 1969 in New York City ereigneten. Acht Polizeibeamte aus der Einheit “Abteilung für öffentliche Moral” überfielen damals das “Stonewall Inn”, eine Schwulenbar in Greenwich Village, New York. Razzien in Gay-Bars und anderen Gay-Clubs waren zu dieser Zeit nicht ungewöhnlich, da Gay- (damals als Oberbegriff für alle LGBTQ-Personen verwendet) Bars auch häufig in Verbindungen zur Mafia standen und Homosexualität, Crossdressing und Alkoholausschank an Homosexuelle illegal waren. Aber an diesem Abend beschlossen die Gäste des Stonewall-Ins, sich zu wehren. Es ist nicht genau bekannt, wer den Aufstand startete. Klar ist, dass es zwischen den Barbesucher*innen, Schaulustigen und der Polizei zu heftigen Zusammenstößen kam, was in dieser und den folgenden Nächten zu weiteren Unruhen und Protesten führte. Schon vor dem Stonewall Vorfall hatte es zahlreiche Aufstände gegeben. Im Mai 1959 – also ganze 10 Jahre vorher- versuchte die Polizei eine wütende Menge an Schwulen, Lesben, Dragqueens und männlichen Sexarbeitern in einem Coffeeshop namens Cooper Do-Nuts in Los Angeles festzunehmen, worauf die Cops mit Kaffee und Donuts beworfen wurden.
Es folgten mehrere Sitzblockaden in Bars und Imbissen im ganzen Land. Unter anderem 1965 im Dewey’s Diner in Philadelphia, und 1966 in der als Julius’ bekannten Bar in New York City. Was aber Stonewall schließlich zu seiner historischer Bedeutung verhalf, passierte erst etwas später.
Ein Jahr danach, 1970, wurde zur Feier des Stonewall Jahrestag eine Parade organisiert. Ursprünglich mal “Christopher Street Liberation Day” genannt, nach der Christopher Street in New York City, wo sich das Stonewall Inn befand, wurde die Parade neben anderen Demonstrationen in den USA gefeiert. Brenda Howard, Aktivistin für feministische, bisexuelle Rechte, die den Marsch koordinierte, hatte die ursprüngliche Idee für eine einwöchige Party rund um den Pride Day. Ihr wird auch die Etablierung des Wortes “Pride” zugeschrieben und in diesem Zusammenhang von Einigen “The Mother Of Pride” genannt.

Pride Month und LGBTQ-Rechte heute

Sowohl die Erfahrungen als auch der Pride der LGBTQ-Community haben sich in den letzten 50 Jahren drastisch verändert. Im Jahr 2019 nahmen fast über 100.000 Demonstrant*innen am New Yorker City Pride March teil, bei dem schätzungsweise 4 Millionen Menschen zuschauten! Die Pride Welt im Jahr 2020 hat sich weit entwickelt seit 1969, der Kampf für LGBTQ-Gleichheit ist jedoch noch nicht vorbei. Selbst in Ländern, in denen heute die Ehe für alle gilt, bedeutet das nicht automatisch, dass andere LGBTQ-Rechte nicht bedroht wären oder, dass Selbstbestimmung, Würde und Gleichstellung von LGBTQ-Personen, gefördert würden.

In England werden derzeit Trans-Rechte mehr und mehr in Frage gestellt. Eine Regierung, die nicht nur eine Reform der Geschlechtergleichstellung ablehnt, sondern auch ein Gesundheitssystem für Trans-Jugendliche zu widerrufen scheint. Ähnlich in den USA, wo transsexuelle Menschen weiterhin um ihren Schutz im Gesundheitswesen bangen müssen. In Deutschland haben nicht-binäre Menschen noch immer keinerlei rechtliche Anerkennung und transsexuelle Menschen, die sich vor 2011 einer Zwangssterilisation unterziehen mussten, um ihren Personenstand zu verändern, warten bis heute auf ihren Schadensersatz (im Gegensatz zu anderen Ländern, wie bspw. Schweden).
Kritische Stimmen in Richtung des “Mainstream” Pride werden in letzter Zeit immer lauter, weil hier oftmals Schwarze und indigene LGBTQs, oder andere People of Colour, nicht mit eingeschlossen oder willkommen seien.

Nicht alle Sexarbeiter*innen sind LGBTQ und nicht alle LGBTQs sind Sexarbeiter*innen, dennoch gibt es viele Parallelen zwischen den Rechten und Forderungen von Sexarbeiter*innen und LGBTQs. So fordern beide Bewegungen, dass weder die Polizei noch der Staat kein Recht hat die Selbstbestimmtheit ihrer Körper zu verletzen. Nicht zuletzt waren auch viele der Teilnehmer*innen und Unterstützer*innen der Stonewall Proteste selbst Sexarbeiter*innen. Gesetze wie SESTA-FOSTA von 2018 sorgen dafür, dass das Leben von Sexarbeiter*innen (einschließlich LGBTQ-Sexarbeiter*innen) weiterhin unsicherer wird. Die Notwendigkeit eines Pride-Month ist also noch lange nicht vorbei.

Wie wir den Pride Month 2020 feiern

Der Pride Month 2020 wird definitiv anders sein als die der letzten Jahre. Einerseits durch die, aufgrund der COVD-19-Pandemie ausgelösten, Beschränkungen, als auch durch die aktuellen “Black Lives Matter”-Bewegung. Vereinzelte Veranstaltungen fanden und finden aber dennoch statt. So bspw. der Pride-March in Philadelphia, bei dem sich Hunderte von Teilnehmer*innen versammelten und der insbesondere Schwarzen Transgender-Frauen in den Fokus rückte. Wieder andere Veranstaltungen fanden ausschließlich virtuell im Internet statt. Der Global Pride 2020 findet dieses Jahr am 27. Juni statt, mit dem Anliegen, die Black Lives Matter-Bewegung zu unterstützen und wird vollständig ins Internet verlegt.

Dieses Jahr feiern wir den 50. Jahrestag des ersten Pride-March von 1970 und in gewisser Weise ist er auch wieder zu seinen ursprünglichen Intentionen zurückgekehrt – vor allem zu seinem damaligen Slogan – “Off the sideways and onto the streets”.
Die Demonstration der “Queer Resistance” in New York City wurde in “Queer Liberation March for Black Lives and Against Police Brutality” umbenannt und wird am 28. Juni 2020 in Lower Manhattan stattfinden.

Falls ihr diesen Monat LGBTQ-Organisationen und -Projekte unterstützen möchtet, gibt es genügend Möglichkeiten. Queeramnesty setzt sich weltweit für die Rechte von Menschen ein, die aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität diskriminiert, verfolgt, inhaftiert, gefoltert und ermordet werden.
Queer Refugees Deutschland unterstützt und berät deutschlandweit geflüchtete LGBTI-Personen. Gladt ist eine Selbstorganisation von Schwarzen und of Color Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans, Inter und Queeren Menschen in Berlin, die sich auf auf unterschiedlichen Ebenen gegen Rassismus, Sexismus, Trans- und Homofeindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit sowie andere Diskriminierungen engagieren. SNaPCo ist eine von Schwarzen und Transgendern geführte Organisation mit Sitz in Atlanta, die sich gegen die massenhaften Kriminalisierungen und Inhaftierungen von Schwarzen Trans-Personen in amerikanischen Gemeinden einsetzen.
Diese Liste ist natürlich nicht vollständig – schaut auch selber, welche Organisationen und Projekte sich in eurer Nähe befinden und möglicherweise Unterstützung benötigen!

Und natürlich ist auch nichts Verwerfliches dabei, den Pride Monat als eine Zeit des Feierns zu betrachten!
Amnesty International, UK Black Pride, Gendered Intelligence und Stonewall haben
sich zusammengeschlossen, um “Pride Inside” zu gründen, eine kostenlose Veranstaltungsreihe, die Künstler*innen, Musiker*innen und Aktivist*innen zusammenbringt und von Sonntag, 28. Juni, bis Sonntag, 5. Juli stattfinden wird. In Berlin wird am Samstag, den 27.Juni auch eine kleine öffentliche Pride-Demo stattfinden. Sollten diese Art Veranstaltungen nichts für euch sein, könnt ihr auch der Club-Quarantäne, einer regelmäßigen queeren Online-Tanzparty beiwohnen oder euch mit queeren Filmen, Serien, Musiker*innen oder Podcasts auseinandersetzen. Zu empfehlen sind hier unter anderem die Podcasts BBQ und Stadt Land Schwul (die bald bei CHEEX Talk zu hören sein werden), die Magazine Missy Magazine und Siegessäule, die Serien “Pose”, “Sex Education” oder “I am Not Okay With That” . Überhaupt gibt es bei vielen Streaming Plattformen die Kategorie “LGBTQ”.

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